
Verdiente MitgliederVerdiente Kleingärtner im Verlaufe der Geschichte des Vereins Ein Kleingärtnerverein hat sich die Aufgabe gestellt, in erster Linie seinen Mitgliedern die Bewirtschaftung von Kleingärten zu ermöglichen. Gleichzeitig bildet sich eine Gemeinschaft von Menschen mit teilweise gemeinsamen Interessen. Wenn das zwischenmenschliche Klima im Verein und in der Kleingartenanlage stimmt, entstehen freundschaftliche Beziehungen und ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Das Klima im Verein wird von denjenigen Mitgliedern besonders stark beeinflusst, die bereit sind, neben ihrer kleingärtnerischen Tätigkeit, Verantwortung sowie spezielle Aufgaben in der Kleingartenanlage zu übernehmen. Die damit verbundenen Tätigkeiten fordern, Freizeit, Initiative, Kreativität einzubringen. Nicht selten gibt es Ärger und Auseinandersetzungen mit Behörden und mit den eigenen Mitgliedern. Es allen recht zu machen ist eine Kunst, die keiner kann.
Beruflich war Ernst Henker in der Zollverwaltung als Zolloberinspektor tätig. Die berufliche Qualifikation ermöglichte ihm, mit hoher Zielstrebigkeit für das Kleingartenwesen zu wirken. Er wurde am 21.04.1939 als Vereinsführer bestätigt und war in dieser Funktion bis Juli 1945 tätig. Dr. Marie Louise Noll (verstorben): Dr. Marie Louise Noll war Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Gartenbauinstitut Pillnitz Ein erster Nachweis ihrer Tätigkeit als Leiter der Ortsgruppe Pillnitz der Gartenhilfe des FDGB ist durch ein Schreiben vom 26.10.1950 zu finden. Die Ortsgruppe Pillnitz umfasste mehrere Untergruppen, die auch im Umland von Pillnitz tätig waren. Die Mitglieder in der Pillnitzer Daueranlage gehörten der Ortsgruppe als Untergruppe an. Der überlieferte Schriftverkehr lässt auf eine vielseitige und umsichtige Leitungstätigkeit schließen. Im Jahre 1953 nahm sie eine Tätigkeit im neu gegründeten VKSK in Berlin auf. Nach Beendigung ihrer Berufstätigkeit war sie bis an ihr Lebensende Mitglied der Kleingärtnersparte Pillnitz ohne einen Garten zu bewirtschaften. Am Vereinsleben nahm sie regen Anteil. Arno Kirst (verstorben) - Gründungsmitglied Arno Kirst war Angestellter im Pillnitzer Gemeindeamt und mit dieser Funktion mit dem Pillnitzer Kleingartenwesen eng verbunden. Es ist anzunehmen, dass er bereits vor der Vereinsgründung Pillnitzer Schrebergärtner war. In einem Schreiben vom 23. August 1941 wird er als Stellvertretender Vereinsführer bestätigt. Nachweislich war Arno Kirst von 1953, mit Gründung der Sparten des VKSK, Leiter der Sparte Pillnitz, welcher er bis zu seinem plötzlichen Tod im Jahre 1962 vorstand. Er hat wesentlichen Anteil an der ordnungsgemäßen Weiterführung der Kleingartenanlage nach 1945. Unter seiner Leitung erfolgte 1959 der Bau der Wasserleitung.
Gerhard Vehlow arbeitete als Gärtnermeister in der Gärtnerei vom Schloss Wachwitz, welche zur damaligen Zeit als Einrichtung der Lehrerweiterbildung genutzt wurde. Im Jahre 1968 konnte Gerhard Vehlow als Vorsitzender der Kleingärtnersparte gewonnen werden. Während seiner Amtsperiode wurde die von der Stadt Dresden beabsichtigte Auflösung der Kleingartenanlage verhindert. Auf Grund starker beruflicher Beanspruchung gab er 1982 den Vorsitz ab. Er verblieb bis 1990 als Stellvertreter des Vorsitzenden im Vorstand der Kleingärtnersparte.
Horst Henke war als Fachlehrer an der Fachschule für Landwirtschaft und Gartenbau Dresden Pillnitz und deren Nachfolgeeinrichtungen tätig. Im Jahre 1982 wurde er Vorsitzender der Sparte. Während seiner Amtszeit vollzogen sich die politische Wende in der DDR und der Übergang zur BRD. Der Übergang erforderte rechtliche und finanzielle Umstellungen. Die Gründung des Kleingärtnervereins „Pillnitzer Gartenfreunde“ e. V. erfolgte unter seiner Führung. Die neuen materiellen und finanziellen Bedingungen wurden intensiv bei der Rekonstruktion und der Gestaltung der Kleingartenanlage genutzt. Im Jahr 2004 gab Horst Henke nach 22- jähriger Tätigkeit aus Altersgründen den Vorsitz des Vereins an Jörg Mittag ab. Aber er war weiterhin unermüdlich für den Verein tätig. So erarbeitete er eine Vereinschronik, die akribische genaue Zeugnisse zu der Geschichte des "Pillnitzer Gartenfreunde e.V." liefert. Horst Henke war einer der engagiertesten und enthusiastischsten Gartenfreunde in unserem Verein, der mit viel Liebe, Verstand und Herz, den Verein 22 Jahre lang führte.
Herausragende langjährige Vorstandsmitglieder und Mitglieder der Revisionskommission Wolfgang Bach (Jahrgang 1934) Mitglied von 1968 bis 1997 Wolfgang Bach war Fachlehrer und Verwaltungsangestellter. Viele Jahre wirkte er als Mitglied des Vorstandes in verschiedenen Funktionen. Die Vorstandstätigkeit im Verein hat ihm viele Impulse zu verdanken. Leider musste er wegen Wohnungswechsel den Verein verlassen. Im neuen Verein setzte er seine verantwortungsvolle kleingärtnerische Tätigkeit fort Fritz Bunge (
verstorben) Fritz Bunge war Fachlehrer an der Fachschule für Landwirtschaft und Gartenbau Pillnitz und weiteren Fachschulen. Zeitweise arbeitete er in einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft. Gerhard Betka (verstorben). Gerhard Betka war durch eine Kriegsverletzung behindert. Mit einem Arm erledigte er fast alle Gartenarbeiten. Obwohl als Mitarbeiter der staatlichen Denkmalpflege beruflich stark belastet, war er als Vorsitzender der Revisionskommission im Verein aktiv. Besondere Verdienste für den Verein erwarb er sich beim Kampf um die Erhaltung der Anlage, gemeinsam mit dem Vorsitzenden Vehlow. Max Hirschnitz ( Jahrgang 1909 verstorben) Gründungsmitglied ![]() Max Hirschnitz Max Hirschnitz war beruflich als Tischler tätig und übernahm für die Sparte notwendige Holzarbeiten. Viele Jahre war er ein aktives Vorstandsmitglied, besondere Verantwortung trug für den Vogelschutz. Siegfried Malz (Jahrgang 1933) Mitglied von 1982 - 2010
Siegfried Malz war als Fachlehrer in Pillnitz tätig und interessierte sich für einen Kleingarten. Schon bald nach Beginn seiner Mitgliedschaft war er in der Revisionskommission tätig. Seit 1987 bis 2006 wirkte er als Vorsitzender der Kommission. In dieser Zeit arbeitete die Revision und Kassenprüfung gründlich. Nach 1990 war er aktiv bei der erforderlichen Qualifizierung des Abrechnungswesens auf der Grundlage von PC-Programmen beteiligt. Trotz starker gesundheitlicher Behinderung war Gartenfreund Malz bis ins hohe Alter für den Verein aktiv. Helmut Metschke (Jahrgang 1925) Mitglied 1976 bis 2006 Helmut Metschke war als Fachlehrer in Pillnitz tätig. Besonders aktiv war er bei der Gründung des Vereins „Pillnitzer Gartenfreunde“ e.V. Auf der Gründungsversammlung wurde er als stellvertretender Vorsitzender gewählt. Er übernahm Aufgaben bei der Gartenmittelversorgung für die Mitglieder. Mit Entstehung der Gartencenter würde diese Tätigkeit überflüssig. Kurt Preusler (verstorben) - Gründungsmitglied
Kurt Preusler war leidenschaftlicher Gärtner im Beruf und in der Freizeit. Er war Mitarbeiter in der Raiffeisengenossenschaft Dresden und dort als Laborleiter tätig. Im Vorstand der Kleingärtnersparte gehörte er viele Jahre zu den aktivsten Vorstandsmitgliedern. Sein Hauptwirkungsfeld war die Fachberatung und die Materialversorgung. Er organisierte Bodenuntersuchungen und leitete die Kleingärtner für eine umweltgerechte Düngung an. Seine Ertragsermittlungen waren eine bedeutende Unterstützung der Vorstandstätigkeit. Virgilia Uhlmann (Jahrgang 1930) Mitglied seit 1982
Virgilia Uhlmann war als Sachbearbeiter im Sachsenwerk Niedersedlitz tätig. Nach dem Verlust ihres Mannes durch einen Verkehrsunfall suchte sie im Kleingarten Trost und Entspannung. Als 1986 die Funktion des Kassierers frei wurde, übernahm sie diese Aufgabe und übte sie bis zum Jahres 2004 aus. In dieser Zeit führte sie die Kassengeschäfte mit großer Gründlichkeit. Besondere Anforderungen ergaben sich nach Gründung des Vereins “Pillnitzer Gartenfreunde“ e.V. und beim Übergang zu PC Abrechnungsprogrammen. Siegfried Weigel (Jahrgang 1927) Mitglied seid 1984
Siegfried Weigel kam mit der Mitgliedschaft seiner Ehefrau Inge, welche den Garten vom ihrem Vater Ernst Fritsche, einem Gründungsmitglied, übernommen hatte, 1980 in die Sparte. Er übte leitende Funktionen in der Industrie aus und war bestrebt, in der Anlage technische Verbesserungen vorzunehmen. So wurde auf Grund seiner Initiative eine PKW- Abstellfläche errichtet. Mit Beginn seines Ruhestandes wurde er Stellvertreter des Vorsitzenden 1995 und war für das Baugeschehen in der Anlage verantwortlich. Auf dem Foto ist Siegfried Weigel mit seinen Helfern Wolfgang Steinig und Eckhard Töpfer beim Zaunbau zu sehen.
Kurt Weller am Gartentor1980 Kurt Weller war Angestellter der Dresdner Sparkasse und nutzte seine beruflichen Kenntnisse vor allem im Kassenwesen des Vereins. Mit der Vereinsgründung 1938 war er als Kassenprüfer tätig. Von 1959 bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden war er Kassierer in der Sparte. Mit großer Akribie führte er die Kassengeschäfte des Vereins. Er war in der Mitgliedschaft und im Vorstand ein verständnisvoller Ratgeber. Gartenfreunde mit besonderen Bauleistungen Heinz Morche (verstorben) und Wolfram Fechner
Die Frauen der Familien Morche und Fechner waren Geschwister und Töchter vom Gründungsmitglied Alwin Fiedler. Heinz Morche war vom Beruf Rohrleger und Wolfram Fechner Dachdecker. In den Jahren 1996 bis 2002 zeigten sie eine große Bereitschaft, die Wasseranlage des Vereins zu rekonstruieren. Heinz Morche konnte aus seiner Firma Material mit Rabatt beschaffen. Wolfram Fechner, vorwiegend Hilfsarbeiter bei Heinz, zeigte sein Können bei der Erneuerung des Daches der Vereinslaube. Die Familien verließen nach dem Hochwasser 2002 den Verein. Heinz Morche war zu dieser Zeit schon verstorben. Mitglieder mit besonderen Leistungen für den Verein Fritsche, Ernst (verstorben): Schrot- und Wegebau. Inhaltverzeichnis Chronik ||| Zurück zur Homepage |










